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Ja, ihr habt richtig gelesen: Internetbekanntschaft. Auch Vierbeiner können im Internet Kontakte knüpfen. Zugegeben, die Zweibeiner waren uns schon etwas behilflich dabei, doch das war`s dann auch schon.
Letzten Mittwoch stand eine schöne Bernerdame vor unserem Grundstück. Es war Molly, ebenfalls eine reinrassige Bernerhündin aus der SSV Zucht. Sie kam im hohen Norden auf die Welt und wurde von ihrem Frauchen
und Herrchen, nach mehreren Boxern und einer Bernerin als Vorgänger, ins Bayernland geholt.
Molly`s Frauchen rief eines Tages mein Frauchen an und äußerte den Wunsch mich kennenzulernen, damit Molly (22 Monate alt) mal wieder Kontakt zu Gleichgesinnten bekommt und die Zweibeiner ihre Erfahrungen
mit uns austauschen können. Nach einem längeren Telefongespräch wurde dann der Termin zum Kennenlernen festgelegt und der war eben an diesem besagten Mittwoch.
Anfangs mußten wir unsere Gemüter etwas zügeln, denn die Menschen wollten zuerst, dass wir an der Leine ein Stück nebeneinander laufen ehe wir uns näher beschnuppern durften. Als diese Anforderung
geschafft war, konnten wir uns auf einer Wiese, natürlich erst auf Kommando, unter die Lupe nehmen. Wie erwartet hatte ich die Nase vorn, und Molly mußte sich mir unterordnen, denn schließlich bin ich die Ältere.
Molly hatte verstanden was ich wollte. Hin und wieder mußte ich sie wieder daran erinnern, doch ansonsten lief`s ganz gut zwischen uns.
Mit dem Wetter hatten wir riesiges Glück. Es war frostig und nach Auflösen des Nebels verwöhnte uns die Sonne. Traumhaft!
2 Stunden waren wir unterwegs, und es war so schön gewesen, dass wir uns für nächste Woche gleich wieder verabredeten.
 

 

 
links ist auf allen Fotos Molly, rechts Deliah
Vor 3 Tagen feierte mein Nachwuchs aus dem A-Wurf seinen 1. Geburtstag. Jetzt war ich natürlich sehr gespannt wie sie sich entwickelt haben. Gestern, als seit langem mal wieder die Sonne scheinte,
fuhren Autos vor und es stiegen zwei Prachtburschen aus. Dreimal dürft ihr raten wer. Es waren meine Söhne Antonio und Paul. Ich und Indira, vor allem Indira, waren total aus dem Häuschen
und begrüßten sie mit wildem Gebell. Auch Paul und Antonio waren sehr übermütig und freuten sich wieder mal in der Heimat zu sein. Frauchen wurde mit viel Temperament begrüßt, so dass wir
erst mal einen kleinen Spaziergang machten um die erhitzten Gemüter etwas abzukühlen. Die beiden Herren, wie es eben so ist in der Männerwelt, wollten natürlich wissen wer der Stärkere ist, so dass
sie nach lautem Gebrüll und Gerangel getrennt werden mußten. Von der Geschwisterliebe war da nicht mehr viel zu spüren.
 

    v.l. Paul, Deliah, Indira, Antonio
    v.l. Paul, Indira, Deliah, Antonio
Als dann alle ausgepowert waren gabs für uns Vierbeiner ein Rinderohr und die Zweibeiner bekamen Kaffee und Kuchen. Antonio und Paul wurden getrennt platziert und wir Damen passten auf dass
es zu keinem Gefecht kam. Frauchen freute sich über nette Geschichten und Eigenarten der beiden, und stellte fest dass ich einiges an sie weitervererbt habe.
Alles in allem hatten wir einen schönen Nachmittag verbracht und bedanken uns nochmals bei den Familien für den Besuch!
 

    Antonio
    Antonio
 

    Paul
    Paul mit Julia
So, nun muß ich mal wieder die Homepage auf den aktuellen Stand bringen. Ja, was gibt`s denn da so alles zu erzählen.
Bevor uns der Nebel hier im Zusamtal die gute Laune vermißte, wurden wir von herrlichem Herbstwetter mit milden Temperaturen und Sonnenschein verwöhnt. Was hätte sich da besser anbieten können
als ein Fotoshooting mit Theresa. Gesagt, getan. Theresa war zur Stelle und machte wieder wunderschöne Aufnahmen, die ihr in unserer
Galerie bewundern könnt.
Der Höhepunkt jedoch war am letzten Wochenende. Bei uns in Zus fand wieder ein Dogdanceturnier statt. Nachdem wir letztes Jahr nicht starten konnten, da ich ja im Mutterglück war, wollten ich und Frauchen
dieses Jahr wieder mal dabei sein. Wir studierten mit meinen Dogdancekollegen, Westi Rabby, Aussi Angie und Yuma, natürlich waren auch deren Zweibeiner mit von der Partie, einen neuen Gruppentanz ein.
Nach vielem Kopfzerbrechen über Ablauf und Kostüm unserer Frauchen, konnten wir nun endlich zeigen was wir in den letzten Wochen so alles eingeübt haben. Unser Tanz kam beim Publikum recht gut an,
so dass wir ihn am darauffolgenden Tag nochmals vorführen durften.


Jedoch tanzten ich und mein Frauchen nicht nur in der Gruppe sondern versuchten es auch, nachdem wir am Samstag in der Funklasse gestartet waren, in der 1.Klasse mit einem eigenen Tänzchen. Leider lief es nicht ganz so hervorragend wie sich das Frauchen erwünscht hatte. Es war nämlich so, dass mein Herrchen unter den Zuschauern saß um mich zu fotografieren. Mir war ja klar dass er dort irgendwo sein mußte, denn schließlich war er ja mit uns auf`s Turnier gegangen. Da ich ja immer gerne die Familie im Überblick haben möchte, suchte ich natürlich nach ihm und war dann dementsprechend abgelenkt so dass ich mich auf Frauchen gar nicht mehr konzentrieren konnte bzw. wollte.


Das Ende vom Lied war dann, dass Frauchen dieses Trauerspiel abbrach und mich mit einem wilden Zerrspiel auf andere Gedanken zu bringen
so dass ich mit positivem Gefühl vom Ring gehen konnte. Frauchen war ein klein wenig enttäuscht, da sie ja ganz genau weiß wie gut ich tanze. Für mich war nur noch wichtig mein
Herrchen zu finden, doch Frauchen teilte mir dann auch schon gleich mit dass wir es am kommenden Wochenende in Stuttgart nochmals versuchen, und dann darf Herrchen keine Fotos schießen.
Knapp 2 Wochen sind nun schon wieder vergangen, als wir am Morgen von Herrchen und Frauchen überrascht wurden. Es sollte in unsere Heimat gehen wurde uns mitgeteilt, doch unser Zuhause ist doch hier in Zus.
Ja, ja meinte Frauchen, doch ursprünglich kommen Eure Vorfahren aus einem anderen Land, nämlich aus der Schweiz, und da soll es nun hingehen!
Uns sollte es recht sein, wir wollten nur an der Seite unserer Zweibeiner sein, ob in Deutschland, der Schweiz oder sonst wo, das ist uns dann egal.
Nach ca. 5 Stunden Fahrzeit waren wir am Ziel. In einem schönen Bauernhaus im Emmental hatten wir unsere Bleibe.

Der Hofhund Luna, ein Appenzeller-Mix, begrüßte uns mit freudigem Gebell, doch ich zeigte ihr dann auch gleich wer ab heute das Sagen auf dem Anwesen hat. Wohl oder Übel hatte sie Einsehen
und gab, zumindest für die kommenden 5 Tage, ihren Chefsessel an mich ab!

Hofhündin Luna
Am nächsten Tag, bei wunderschönem Wetter, hatte Frauchen einige Besuche auf dem Tagesplan. Zuerst hielt sie zusammen mit Herrchen und Noah nach meinem zukünftigen Gatten Aussschau und begutachtete den Prachtbursche bei einem Besuch. (Mehr davon gibts dann demnächst unter "Wurfplanung"). Danach gings dann nach Habschwanden, in die Heimat meines Vaters, Alex vom Waldacker, um Sylvia Dreyer nun mal persönlich kennenzulernen. Sylvia begrüßte uns zusammen mit der kleinen Alexa vom Waldacker und dessen Besitzerin Trix. Um uns ein wenig austoben zu können, machten wir einen kurzen Spaziergang über die saftig, grünen Wiesen. Indira testete dabei den Duft der Schweizer Füchse und wargelte sich in dessen Hinterlassenschaften. Igitt, ich schämte mich ein wenig für sie, doch es half alles nichts, es war schon zu spät. Ich hab´s ja nicht so mit dem parfümieren und ich glaube darüber ist mein Frauchen auch sehr glücklich.

Indira
Nachdem wir dieses Treffen mit ein paar Fotos festhielten, versorgte uns Sylvia mit frischen Wasser und verwöhnte unsere Familie mit leckerem Kuchen.
Ja, lieber Papi, leider konnte ich dich nicht mehr kennenlernen, doch durch Sylvias Erzählungen habe ich nun erfahren was für ein toller Vater du doch warst und es macht mich auch unheimlich stolz eine Tochter von Dir zu sein!
Es war ein wunderschöner Nachmittag und wir kommen bestimmt wieder mal vorbei wenn wir in der Nähe sind.

Trix mit Alexa, Sylvia, Barny mit Indira und Noah mit Deliah
Den Abend verbrachten wir in Burgdorf auf der "Schützenmatte". Dort beobachteten wir die Schweizer Berner aus dem KBS während ihrer wöchentlichen Übungseinheit.
Ach, war das schön mal beim Training zuzuschauen, denn schließlich waren wir ja auch im Urlaub.
Nachdem unser erster Urlaubstag voll im Zeichen des Berner Sennenhundes stand, wurde am Tag darauf die Berglandschaft erkundet. Mit einer Bahn gings von Grindelwald aus hinauf zur "Kleinen Scheidegg" direkt zum "Dreigestirn"
Eiger, Mönch und Jungfrau. Wir hatten wunderschönes Wetter, so dass Frauchen endlich zu ihren Bergfotos kam. Nicht nur für unser Frauchen waren wir ein beliebtes Fotomotiv, nein auch für sämtliche Touristen
aus der ganzen Welt. Brav wie wir sind, setzten wir uns immer wieder schön in Pose um nun sicherlich auf mehreren Kontinenten im Fotoalbum verewigt zu sein.
Um unsere Gelenke, und vor allem die unseres jungen Freundes Noah zu schonen, gings nach einer kleinen Wandertour auch wieder mit der Bahn ins Tal.


Ohne einen Abstecher in die Hauptstadt gemacht zu haben, wollten wir auf gar keinen Fall nach Hause fahren. Also gings am 3.Tag nach Bern! Als erstes steuerten wir den Bärengraben an der Nydeggbrücke an. Indira bekam schon gleich den Wildtierduft in die Nase und zog sich sofort zurück. Ich dagegen konnte gar nicht weit genug meine Nase durch die Gitterstäbe bohren, denn schließlich wollte ich das Wappentier der Stadt Bern genauer begutachten. Wahrlich, es waren 3 mächtige Braunbären zu sehen, die darauf warteten von den zahlreichen Touristen etwas Fressbares zu bekommen.

Weiter gings in die Altstadt. An den zahlreichen Brunnen konnten wir uns immer wieder mit frischem Wasser erfrischen, so dass die sommerlichen Temperaturen gut zu ertragen waren. Während Herrchen und Noah den Münster bestiegen beobachteten wir mit Frauchen die Tauben und stellten uns hin und wieder als Fotomotiv zur Verfügung, was für uns mittlererweile ja nichts Neues mehr war.

Auf dem Rückweg schlenderten wir an der Aare entlang, die eine Schlaufe um die Altstadt bildet und deshalb eine beliebte Abkühlung für die Stadtbewohner und auch deren Vierbeiner war. Da ich und Indira ja immer noch keine großartigen Schwimmer sind, und es auch nicht mehr werden, zogen wir es vor am Abend in der Emme zu plantschen. Wir lieben das Wasser, so lange es unterhalb unserer Bauchlinie bleibt, und so war die Emme wie für uns gemacht.

Indira

Deliah
Alles in allem war es ein schöner Urlaub in unserem Herkunftsland, doch nun wollten wir wieder nach Hause in unser schönes Zusmarshausen und unter unsere geliebte Eckbank wo es einfach am Schönsten ist!
Irgendetwas lag in der Luft. Frauchen sprang ständig an den PC um sich nach dem Wetter zu erkundigen. Nachdem ich einen fragenden Blick aufsetzte, teilte sie mir mit, dass meine Kinderlein auf Besuch kommen.
Sie hatte also für den Samstag ein Welpentreffen organisiert und hätte gerne während des gemütlichen Beisammenseins im Garten gegrillt. Leider machte uns der liebe Gott einen Strich durch die Rechnung und
prophezeite uns einiges an Wasser vom Himmel.
Wir ließen uns die Freude nicht nehmen und empfingen die A-Wurfler samt Zweibeiner (außer Amy und Amy-Lilli) in der Garage. Zur Freude meiner einer und auch der Kinder kamen Vater Querido und Onkel Bjarne ebenfalls zum Treffen.
Damit die temperamentvolle Jugend später zur Ruhe kommen konnte, unternahmen wir erst mal einen gemeinsamen Spaziergang . Unsere Fotografin Theresa war ebenfalls mit von der Partie und
lichtete uns Eltern, die beiden Rüden Antonio und Andrusch-Paul sowie die Hündinnen Akasha und Alba-Senta professionell ab. Als das Shooting beendet war setzte der Regen ein, so dass wir uns schnell auf den
Rückweg machten. Während einem Mittagessen und dem Nachmittagskaffee hatten die Bernerbesitzer genügend Möglichkeit sich auszutauschen, so dass wir uns ein Schläfchen genehmigten oder auch Streicheleinheiten
genießen konnten.
Alles in allem war es trotz dem schlechten Wetter ein schönes Treffen. Unsere "Kleinen" entwickeln sich prächtig und wir freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen und wünschen ihnen für die Zukunft
alles Gute!

Weitere Fotos gibts demnächst in der Galerie zu sehen.
Ein paar Tage danach kehrten wir unserem Zusmarshausen den Rücken zu, um uns im Bayerischen Wald zu entspannen. Damit es uns auch an nichts fehlte, suchten Herrchen und Frauchen eine besonders hundefreundliche
Pension aus. Langeweile trat dort nicht auf. Es gab einiges zu beobachten und zu schnüffeln, denn außer anderen Hunden waren auch Katzen, Hasen, Pferde, Esel und Rinder auf dem Hof.
Ausflugsziele waren der Nationalpark Bayerischer Wald und auch das schöne Städtchen Passau. Im Nationalpark trafen wir auf ein Rudel unserer Vorfahren, die Wölfe. Mit voller Spannung konnten wir sie während
dem Fressen beobachten und wurden auch Zeuge der Rudelhierarchie. Der Alpharüde erlaubte wann und wer sich ein Stück Fleisch holen durfte, und wehe es gehorchte einer nicht, dann fletschte er seine Zähne und
zeigte wer der Chef ist. Was haben wir für ein Glück dass unsere Führung von Herrchen und Frauchen übernommen wird, denn mit dem Alpharüden der Wölfe war gar nicht zu spassen.

In der Altstadt von Passau trafen wir auf einen goldenen Berner. Nachdem wir diesen Kerl aufs genaueste überprüft hatten, setzte uns Frauchen daneben und machte ein Foto. Sie meinte: "Wenn ihr auch nicht aus Gold seid, für mich
seid ihr aber Gold wert!"

Abends verkrochen wir uns dann immer unter die Betten unserer Herrschaften und schnarchten wie die Murmeltiere bis sie sich morgens wieder bewegten.

Der letzte Urlaubstag war ein ganz besonderer Tag, denn die Indira hatte ihren 6.Geburtstag. Sie wurde mit Leberwurst (ich bekam auch ein wenig ab) und ganz viel Streicheleinheiten beschenkt.
Liebe Indira, wir wünschen Dir alles Gute und hoffen dass wir mit dir noch viele Tage, Monate oder vielleicht sogar Jahre verbringen dürfen.

Am Pfingstsonntag hatten wir einen ganz besonderen Einsatz. Eddi, ein Freund unserer Zweibeiner, feierte seinen 40. Geburtstag und benötigte unsere Hilfe.
Das Geburtstagskind, selbst Besitzer von zwei Hunden, die eine Ausbildung zum Rettungshund absolviert haben, hatte uns
vor 1 1/2 Jahren auf der Weihnachtsfeier unserer Hundeschule mit dem Zugwagen
gesehen und kam so auf die Idee uns für sein großes Fest zu angagieren. Frauchen stimmte sofort zu.
Nun, war es soweit. Nachdem Frauchen unser Wägele bayerisch geschmückt hatte, wurde es im Anhänger nach Wollbach (Ort des Geschehens) befördert. Wir, frisch gestriegelt und mit blau/weißen Halstüchern
verschönert, hatten nun die Aufgabe die Gäste mit Bier zu versorgen.

Deliah zog das Wägele, bestückt mit dem Bierfaß, unter meiner Anleitung und in Begleitung von Frauchen und dem Geburtstagskind, zum Zelt. Dort wurden wir von den Gästen mit Applaus und Musik empfangen.
Das Faß wurde an Ort und Stelle gebracht und von Eddi angezapft so dass auch gleich das Bier floß.

Nach getaner Arbeit gabs dann reichlich Belohnung für uns. Neben dem verführerischen Duft eines Spanferkels machten wir es uns anschließend gemütlich und freuten uns über den gelungenen Einsatz!
Vielen Dank Eddi, für deine Anerkennung unserer Arbeit!
Heute vor einer Woche wurden ich und Indira wieder unter die Dusche gestellt. Was das zu bedeuten hatte war uns ja klar, eine Ausstellung stand an. Frauchen meinte, dass man sich ein wenig herausputzen müsse
wenn man sich präsentieren möchte. Indira`s Duschbad hatte einen anderen Grund. Sie roch etwas streng, nachdem sie sich wie ein "Schweinchen" wieder mal in ganz ekeligem Zeug wargelte.
Sonntag morgens gegen 6 Uhr klingelte der Wecker und wir fuhren mit Sack und Pack nach Herrenberg, zur Landesgruppenausstellung Baden-Württemberg-Nord des SSV.
Dort angekommen suchte Herrchen ein Plätzchen für uns und platzierte den Schirm, die Campingstühle und die Picknickdecke um sich schließlich ein Tässchen Kaffee zu gönnen. Wir ließen uns auf der Decke nieder,
und beobachteten das rege Treiben der Hundeleute und ihren Vierbeinern. Dabei entdeckte ich Querido, den Vater meiner Kinder.

Alba-Senta und Akasha, unsere beiden Töchter aus dem A-Wurf, waren auch mit von der Partie.
Für die beiden war dies absolutes Neuland gewesen und sie mußten sich erst mal alles genau anschauen bzw. beschnüffeln. Frauchen freute sich sehr darüber dass zwei ihrer Zöglinge ein wenig Ausstellungsluft schnuppern wollten.
Pünktlich um 9.30 Uhr begann der Richter, Herr Ramsing, im Ring mit seinen Beurteilungen und kurze Zeit drauf mußte schon Querido in den Ring und sich der Konkurrenz stellen. Er meisterte seine Sache vorzüglich und bekam den 2.Platz.
Akasha und Senta hatten in der Jüngstenklasse ihren ersten Auftritt. Ich beobachtete mit Frauchen natürlich alles ganz genau und wir waren mächtig stolz auf die beiden. Sie zeigten brav ihre Zähnchen und hatten
keine Scheu gegenüber dem Richter. Vor allem die temperamentvolle Akasha verblüffte uns total, da sie relativ lange ruhig stehen blieb. Am Ende war die Freude dann riesig groß, denn Senta belegte den ersten
und Akasha den zweiten Platz. Ich gebe zu, es waren insgesamt nur 3 Hündinnen, doch sie hätten ja auch die beiden letzten Plätze belegen können.
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Glückwunsch, Senta und Akasha, das habt ihr toll gemacht.
Die Letzte im Bunde war dann ich. Ich lief meine Runde im Ring tadellos so dass mich Frauchen sehr lobte. Mit einem "sehr gut" waren wir dann voll auf zufrieden.

Nach einem Regenguss stellten wir uns noch für ein Familienfoto in Pose, ehe wir uns nach einem wunderschönen Tag wieder auf den Heimweg machten.

Letztes Wochenende, am Samstag Nachmittag fuhr ein unbekanntes Auto vor unserem Revier vor und machte Halt. Natürlich musste dies sofort lautstark gemeldet werden damit unsere Herrschaften auch wissen dass Eindringlinge
im Anmarsch waren. Frauchen beruhigte uns damit, dass es angekündigter Besuch sei der da kommt, und dass wir wieder zur Ruhe kommen dürfen. Sie ging dann gleich zielstrebig vor die Tür und ließ uns erst mal im Haus zurück.
Warum denn das? Wir möchten doch auch sehen wer da kommt!
Nach einer kurzen Wartezeit ließ sie mich und Deliah nacheinander auf die Terasse. Dort war dann ein noch zierlicher Berner, der anfangs etwas eingeschüchtert wirkte. Keine Frage, durch unsere imposante
Erscheinung ist jeder erst mal ganz klein. Auf Mark und Bein wurde die Dame, zumindest roch sie nach einer, untersucht. Ach so, es war wieder so ein Ableger von Deliah gewesen.
Alles klar! Die gelbe Hündin aus
dem A-Wurf, die jetzt im Norden lebt, stattete uns einen Besuch ab.
Frauchen war total durch den Wind, wie immer wenn sie einen Nachkommen aus Deliah`s A-Wurf wieder zu Gesicht bekommt. Ist anscheinend was Besonderes für einen Züchters seine Welpen wieder zu sehen. Ich kann das
ja nicht verstehen, denn ich bin froh wenn ich meine Ruhe habe. Dieses junge Gemüse tut anfangs immer so als könne es nicht auf drei zählen und dann mischen sie auf und schnüffeln überall umeinander.
Aber nicht mit mir.
Hin und wieder mußte ich dieser neugierigen Dame, die dann aufgetaut ist, schon sagen wer der Chef hier im Haus ist. Auch Deliah hat ihre Erziehungsmaßnahmen angewandt und ihr ab und zu gezeigt
wie man sich zwei ausgewachsenen Bernerdamen gegenüber zu benehmen hat.
Die Zweibeiner saßen bei wunderschönem Wetter und einem kleinen Imbiss auf der Terasse, während wir uns an einem Rinderohr zu schaffen machten. Die Erste, die fertig war, war wie immer Deliah, gefolgt von mir und Lilli.
Lilli und ihre zweibeinige Freundin Lena zeigten uns dann was sie schon alles auf dem Kasten haben. Nicht schlecht, beim Sitz auf Entfernung war sie schon erste Klasse und auch dass Herkommen zu ihr klappte
sehr gut. Lilli hat ihren Eifer anscheinden von Deliah, denn Dogdanceelememte, wie z.B. round, absolvierte sie auch schon mit einer großen Begeisterung.

Die tanzende Lilli
Frauchen freute sich dann besonders dass Lena mit Lilli am Dogdance interssiert ist und gab ihr auch weitere Tricks und Tipps mit auf den Weg. Auch ich mußte meine müden Knochen nochmals mobilisieren
und den ein oder anderen Trick vorführen.
Bevor dann ein Gewitter aufzog, machte sich die Familie aus dem hohen Norden wieder auf den Weg, denn schließlich hatten sie noch ein paar Stunden zu fahren.
Meine Zweibeiner freuten sich sehr über den Besuch von Lilli und ihrer Familie! Ich geb` zu, für uns war es auch mal wieder schön zu sehen was aus Prinzessin Lillifee geworden ist.
Vielen Dank für Euren Besuch, das nächste mal machen wir uns dann auf den beschwerlichen Weg über die A3 zu Euch!!!

Lilli, ganz wie ihre Mama Deliah
Es war der 21. April 2011, ein wunderschöner sonniger Tag, und ich hatte meinen 3. Geburtstag. Ganz klar dass die Sonne lachte, denn schließlich war ich das ganze Jahr über sehr brav gewesen,
zumindest empfinde ich das so. Nachdem wir Vierbeiner gestern schon einen Ausflug an die Donau machten um einen gemeinsamen Tag mit Herrchen und Frauchen zu verbringen, ließen wir es heute ruhiger angehen.
Nach einem Spaziergang an der Zusam und einem Geburtstagsständchen für mich, wurde gemütlich gefrühstückt. Doch irgendwie kam dann etwas Unruhe auf. Herrchen füllte die Gießkannen mit Wasser auf, Frauchen kam
bepackt mit Handtüchern und Shampoobehältern um die Ecke und Noah stand mit dem Fotoapparat in den Startlöchern. Das darf doch nicht wahr sein, gerade heute hatte Frauchen diese eigenartige Idee
und wollte uns duschen. Es half nichts, was sich Frauchen in den Kopf gesetzt hat wird durchgezogen, so ist das eben.

Indira
Wir hatten keine Wahl und mußten das Bad über uns ergehen lassen, doch es hatte sich gelohnt,
denn jetzt gabs das versprochene Geburtstagsgeschenk, einen Kalbsknochen ganz für mich alleine. Indira wurde natürlich auch belohnt, nur etwas kleiner, denn schließlich habe ja ich heute Geburtstag.

Nachmittags stand dann die nächste Überraschung auf dem Programm, eine durchaus angenehmere als am Vormittag.
Wir machten uns auf den Weg zu meinem Sohn Antonio. Genau, der, der am längsten an meinen Zitzen hing und sich von mir nicht losreißen konnte. 2 1/2 Monate sind mittlererweile vergangen, als er als
Letzter die gute Stube verließ.
Mit großer Spannung läuteten wir an seiner Haustüre. Im Garten erwartete er uns schon und war richtig erfreut uns zu sehen. Frauchen grinste über beide Ohren als sie ihren
"Herzbube" wieder sah.
Nach einigen Streicheleinheiten tranken die Zweibeiner Kaffee und tauschten Neuigkeiten aus, während wir eine Runde im Gras dösten oder uns immer wieder aufs Neue beschnupperten.
Wie immer wollte Frauchen die Augenblicke festhalten und es wurde der Fotoapparat geholt. Ich und Indira sind das Prozedere ja schon gewöhnt, doch der Jungspund Antonio hatte noch Probleme mit dem Ruhigsitzen. Mit etwas Geduld und mehreren Auslösern kam dann doch noch das
ein oder andere gelungene Foto zustande.

Antonio, Deliah und Indira
Mit einem wunderschönen Spaziergang an einem Weiher ließen wir dann den Tag ausklingen. Wider erwarten stellten wir dabei noch fest dass "Toni", im Gegensatz zu mir und Indira, eine kleine Wasserratte
werden könnte. Er hatte riesigen Spaß im Weiher und zeigte kein bischen Scheu vor dem Wasser.
Vielen Dank, liebe Familie Göbel, für den wunderschönen Nachmittag! Spätestens im Juni werden wir uns wiedersehen.
Bis dann, machts gut!
Letzten Sonntag war es endlich soweit. Noah und ich, wir beide, fuhren gegen mittag in Zusmarshausen auf die Autobahn um uns auf den Weg nach Holzkirchen zu machen. Deliah ließen wir zu Hause,
damit sie den Rüden in der Münchner Gegend nicht auch noch den Kopf verdreht (sie ist zur Zeit läufig). Herrchen erklärte sich bereit ihr und Indira Gesellschaft zu leisten und verzichtete somit auf den
Ausflug.
2 Stunden später kamen wir dann in Holzkirchen an, die neue Heimat unserer Senta. Wir wurden auch gleich freudig von Familie Hepp begrüßt, außer Senta, die ließ sich erstmals während ihrem
Mittagsschlaf nicht stören. Nach kurzer Zeit wurde sie doch neugierig und schaute wer denn da stört. Etwas verschlafen wurden wir dann begrüßt und genau untersucht. Noah und ich waren überwältigt wie groß
und hübsch unser kleines Mädchen geworden ist. Da gibt man mit 8 Wochen eine kleine Prinzessin ab und trifft 3 Monate später schon auf eine große Dame, die ja noch lange nicht ausgewachsen ist.
Bei einer Tasse Kaffee wurde die Ahnentafel überreicht und Neuigkeiten ausgetauscht. Nach einem Spielchen mit Senta und ein paar Fotos verabschiedeten wir uns, denn schließlich wollten wir ja auch noch
Akasha besuchen.


Dank Navigationsgerät kamen wir 1 Stunde später in Olching an. Diesmal fiel die Begrüßung etwas stürmischer aus, fast so wie wir es von unserer Deliah gewöhnt sind. Bellend erwartete uns Akasha und hatte
vor Freude eine Pfütze hinterlassen, was ja erlaubt ist wenn die Züchterin zu Besuch kommt. Unser Mitbringsel, ein Rinderohr, wurde gleich in den Garten geschleppt um es dort genüsslich zu verspeisen.
Beim Ausstausch mit Akasha`s Frauchen bekamen wir einiges zu hören. Akasha hat Pfeffer im Hinterteil und ist, wie Frauchen Michaela meinte, ein kleiner Teufel. Einige Kissen, Schuhe usw. gehen auf ihre Rechnung,
doch in der Hundeschule macht ihr keiner was vor. Als Jüngste in der Gruppe hält sie gut mit und zeigt teilweise den anderen wo`s lang geht.
Nachdem die Ahnentafel nun überreicht wurde, steht der ersten Ausstellung nichts mehr im Weg und Frauchen meldet die wilde Hummel gleich in der Jüngstenklasse an.
Auf einer nahegelegenen Wiese schossen wir noch ein paar Fotos ehe wir uns dann auf den Heimweg machten.


Vielen Dank nochmals an die Familien von Senta und Akasha für die Gastfreundschaft, wir freuen uns schon auf ein baldiges Wiedersehen!
Meine letzte Geschichte erzählte ich als ich von der Tierklinik nach der Kreuzbandriss-OP nach Hause kam. In der Zwischenzeit ist bei uns einiges los gewesen.
Nachdem nun der letzte Welpe, unser Antonio (ich gebe zu dass auch ich nun ein wenig traurig war) uns verließ, versprach mir Frauchen dass nun ich mal wieder zu Wort
komme und sie mir meine Geschichte auf der Homepage veröffentlicht.
Also, dann lege ich mal los, und damit alle nochmals den Faden finden beginne ich im letzten Jahr, also Sommer 2010.
An einem wunderschönen Tag im Juli war ich mit meiner Familie ausgiebig spazieren. Nachdem ich dann lahmend von meinen Erkundungen am Bach zurückkam ging die ganze Leidensgeschichte los.
Man stellte bei mir am linken Hinterlauf einen Kreuzbandriss fest, der operiert werden musste. 8 Tage später brachte mich Frauchen in die Tierklinik. Ich blieb dann 2 Tage zur Überwachung dort,
bis sie mich mit großer Freude wieder abholen durfte. Meine Wunde war reizlos und alles war im grünen Bereich.
Am nächsten Tag jedoch wurde das Bein dick und Flüssigkeit kam aus der OP Wunde, so dass wir wieder in die Klinik mußten. Es wurde massig Wundsekret aus der Naht gedrückt und wieder erneut verbunden.
Dies ging dann so weiter, bis man sich für eine 2.OP entschied. Die Naht der Gelenkkapsel war offen so dass sie erneut verschlossen wurde.
Noch sollte dies aber kein Ende haben, denn auch nach der 2.OP kam wieder Gelenkflüssigkeit aus der Wunde. Warum wollte die Gelenknaht nicht halten? Ich wurde zum 3.mal operiert und mußte diesmal eine Woche
in der Klinik bleiben. Frauchen rief jeden Tag an um sich nach mir zu erkundigen. Ich war brav gewesen und machte keine Probleme. Half ja nichts, schließlich wollte ich ja wieder gesund nach Hause gehen.
Als die Woche vorbei war wurde ich mit großer Wiedersehnsfreude abgeholt, jedoch kam schon wieder Gelenkflüssigkeit aus dem Knie.
Es folgten eine 4. Operation und viele Punktionen ehe man sich zu einer 5.OP mit Biopsien, erneuten Röntgenbildern und bakteriologischen Untersuchungen entschloss. Auch dies ließ ich alles über mich ergehen
und war dabei immer fröhlich und freundlich geblieben. Frauchen war nun guter Hoffnung dass diesmal alles gut werden würde, doch es kam anders.
Mittags, als wir gerade vereint in der Küche waren, kam ein Anruf von der Tierklinik mit dem Ergebnis der Biopsie: Tumorzellen in der Gelenkkapsel
Ich wußte sofort dass was Schlimmes war, da Frauchen bitterlich weinte. Auch der Rest der Familie war schockiert gewesen und es war absolute Trauerstimmung im Haus.
Zum Besprechen, wie wir weiter verfahren wollten, gings dann nochmals in die Klinik. Die Vorschläge einer Amputation meines Beines und Bestrahlungen lehnten meine Herrschaften ab, da sie
nun wollten dass ich mal wieder zur Ruhe komme und ein normales (soweit es ging) Hundeleben führen konnte. Nach 2 1/2 Monaten mit fast 2-tägigen Klinikbesuchen sollte nun mal wieder etwas Ruhe einkehren,
wenn wir auch wußten dass es nie mehr so wie früher sein würde.
Frauchen und Herrchen verbanden dann noch 3 Wochen lang bis zu drei mal täglich mein Bein, da die Wunde ja immer noch nicht verheilt war und Gelenkflüssigkeit weiterhin austrat. Dazu kam noch, dass ich die Unart
hatte mein durchtränktes Verbandsmaterial zu fressen wenn ich irgendwie, trotz Kragen, dran kam. Dann mußte ich immer Sauerkraut fressen, was gar nicht so übel war, damit das Zeug wieder hinten herauskam.
Meine Rudelchefin war dann immer sehr erfreut wenn in meinen Hinterlassenschaften Kompressen mit von der Partie waren.
Damit das nicht mehr vorkam machte mir Frauchen einen Strich durch die Rechnung. Sie nähte an einen Ganzkörperbody einen Kompressionsstrumpf dran so dass mein Verband absolut verdeckt war und ich ihn
nicht mehr erreichen konnte.

Nach diesen 3 Wochen dann hatten wir es geschafft und die Wunde war verschlossen. Leider bildete sich abermals ein Säckchen in dem sich die Flüssigkeit sammelte. Da ich aber über Nacht an diesem Säckchen leckte,
(Frauchen vergaß den Body anzuziehen) öffnete es sich wieder und alles an angesammelter Flüssigkeit entleerte sich. Abends dann war die Wunde aber schon wieder dicht, das Säckchen blieb aus und wie ein Wunder
verheilte alles schön. Mir gings zunehmend immer besser, meine Haare wuchsen wieder und auch mein Laufen wurde auch von Tag zu Tag besser.
Zwischenzeitlich hatten wir dann einen rießigen Trubel im Haus. Wir ihr lesen konntet bekam Deliah ihren ersten Wurf. Ich sags euch, war das nervig! Als sie noch winzig klein waren durfte ich sie nicht sehen,
denn wenn ich in die Nähe der Wurfkiste kam war Deliah sauer. Sobald diese Wichte dann laufen konnten und auch außerhalb der Wurfkiste unterwegs waren, stürmten sie mit Geschrei auf mich wenn ich nur das Zimmer
betrat. Dies war mir eindeutig zu viel und ich verzog mich wieder in meine Kudde. Schön war es immer dann wenn Besuch kam, denn dann bekam ich auch immer Extrastreicheleinheiten ab.
Nun ist der Spuk aber vorbei und mit dem Auszug von Antonio kehrte endlich wieder normales Familien - und Hundeleben bei uns ein. Frauchen hat wieder viel mehr Zeit für uns, was sich nicht nur in ausgiebigeren
Spaziergängen, sondern auch in vermehrten Übungseinheiten und Hundeschulebesuche bemerkbar macht.
Mir geht es glänzend. Ich springe wieder über Wiesen, mach das ein oder andere Wettrennen mit Deliah, spiele mit ihr oder schlendere an der von mir sehr geliebten Zusam entlang um die Enten zu beobachten
bzw. zu verscheuchen. Mein Gangbild ist zwar nicht mehr das was es mal war, doch wir sind alle sehr zufrieden mit meinem jetzigen Zustand und hoffen sehr dass wir noch lange Zeit miteinander verbringen dürfen.

(links Indira, rechts Deliah)

(links Deliah, rechts Indira)
Nachdem es Noah mit Freund Kay nach Bad Hindelang zum Mountainbiken zog, blieb mir ja nichts anderes übrig als mitzufahren, denn schließlich bin ich nun mal am liebsten
im Kreise meines Rudels.
Währendessen die beiden Jungs in Hindelang mit der Seilbahn auf den Berg fuhren, musste ich mit Frauchen und Herrchen hinaufwandern. Zwischendurch trafen wir immer wieder mal auf die beiden Biker,
so dass wir eine kleine Rast und Schnüffelpause machten. Auf dem Gipfel angekommen musste ich dann wieder mal "posen", denn schließlich war Frauchen mit dem Fotoapparat bewaffnet und wollte unbedingt
von mir ein Bild mit den Bergen im Hintergrund.

Das Schönste sollte dann aber noch kommen. Wir stiegen nicht wieder ab sondern ließen uns ganz gemütlich mit der Hornbahn ins Tal bringen.
Dies war meine erste Seilbahnfahrt und ich genoss sie in vollen Zügen.
Nach einem Imbiss beim Mac Donalds, nicht für mich sondern für die Jungs, gings dann auf den Heimweg wo mein lecker gefüllter Hundenapf auf mich wartete.

Letzten Sonntag machten wir uns morgens auf den Weg ins Ländle nach Bad Wurzach-Haidgau zu Friedelinde Schmid und Egon Fischer. Die SSV-Mitglieder der Landesgruppe Süd waren
zu einer Wanderung eingeladen. Der Wettergott hatte mit uns Einsehen so dass wir bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen mit unseren Sennenhunden durch den Wald und über die Grabener Höhe
spazieren konnten. Danach erwarteten uns auf dem Hof der Gastgeber Saitenwürstle und ein Kuchenbuffet in einem gemütlichen Zelt so dass wir Hundler unsere Gespräche fortsetzten konnten.
Egon brachte uns mit einer Stallführung seine Leidenschaft "Pferde" näher und kutschierte uns mit den Schwarzwälder Pferden in einer wunderschönen Kutsche durch den Wald.
Alles in allem hat es auch unserer Deliah sehr gut auf dem Hof gefallen und sie lernte dabei auch noch drei Halbschwestern kennen.
Vielen Dank an Friedelinde und Egon für den schönen Tag auf eurem Hof!
Fotos dazu findet ihr in der Galerie
Am Montag brachten wir Indira wieder in die Tierklinik. Nachdem sich nach einer verlängerten Wundheilung am Knie zum 2. mal eine Flüssigkeitsansammlung bildete und sie dadurch wieder schlechter
mit der Pfote auftrat musste sie nochmals operiert werden. Die Naht der Gelenkkapsel ist gerissen und musste wieder verschlossen werden. Damit Indiras Bein nun vollkommene Ruhe hat, musste sie in der Klinik
unter Beobachtung bleiben. Schweren Herzens stimmten wir dem Klinikaufenthalt zu, doch wir wollen ja dass unsere Indira wieder vollkommen gesund wird.
Seit unsere Indira im Krankenstand ist habe ich den Eindruck etwas zu kurz zu kommen. Ich weiß ja dass unser Frauchen uns beide lieb hat und auch immer sehr bemüht ist uns beide gleich zu behandeln,
doch ein wenig bin ich gerade schon auf Indira eifersüchtig. Nach wie vor steh` ich halt gerne im Mittelpunkt und möchte an erster Stelle sein. Gestern durfte ich dies dann auch.
Der Postbote war da und brachte ein großes Paket, an dem sich Frauchen und Noah zu schaffen machten. Sie holten so ein Gestell mit Rädern heraus, das sich schon recht bald als einen Wagen entpuppte.
Neugierig tapste ich um sie herum und stand auch immer wieder im Weg, bis Frauchen mich dann zu sich holte. Sie erklärte mir dass dieser Wagen, den man als Fahrradanhänger genauso wie als Hundebuggy benützen kann,
für Indira gedacht ist. Immer wenn wir spazierengehen muss sie gerade zu Hause bleiben, da sie ja nur 10 Minuten laufen darf. Damit wir aber in nächster Zeit wieder zusammen die Natur genießen können,
bestellte Frauchen so einen Hundebuggy. Nun muss dieses Ding getestet werden, und wer eignet sich da besser als ich, die absolut furchtlose und neugierige Deliah. Sehr erwartungsvoll und sprungbereit stand ich
am Wagen, bis Frauchen endlich das o.k gab hineinzuspringen. Hopp, und schon war ich drin. Mal sitzend, mal stehend, mal liegend. Toll diese Gefährt. Frauchen fuhr schon mal auf und ab und dazu gab es noch
jede Menge Leckerlis. Also, ich kann nur sagen: " Erste Sahne". Da kann sich Indira schon auf ihre erste Ausfahrt freuen.
Außerdem, meinte Frauchen, erwarten wir ja im Winter Nachwuchs, den wir dann hin und wieder auch mal im Wagen spazieren führen können so dass die Welpen etwas Luft in der großen, weiten Welt
schnuppern können.

Donnerstag vormittag, endlich war es soweit. Ich wurde aus meinem Krankenzimmer abbgeholt und ins Sprechzimmer geführt. Da stand sie, leibhaftig,
da war mein Frauchen und holte mich nun wieder zu sich nach Hause. Ich freute mich riesig und hüpfte trotz frischoperiertem Bein umher so dass sie mich kaum bändigen konnte.
Die Ärztin erkärte dass bei mir alles o.k. ist, die Wunde sei trocken und deshalb nicht verbunden, ich könne schon recht gut laufen und überhaupt sei ich ein ganz besonders braver Hund.
Rasiert wie ein Großpudel, mit Medizin, Trichter und Anweisungen im Schlepptau machten wir beide uns freudestrahlend auf den Heimweg.
Zu Hause wurden wir schon vom Wirbelwind Deliah empfangen, doch widererwarten war sie gar nicht so aufgedreht wie sonst, wenn wir nach Hause kommen, und nahm Rücksicht auf mich.
Sie beschnupperte mich erst mal ausgiebig und ließ mich dann zur Ruhe kommen. Ich war schon noch etwas aufgeregt da ich ja diesen doofen Trichter um den Hals hatte. Frauchen aber bastelte gleich wieder
ein angenehmeres Teil aus einer Isomatte so das ich dann endlich ruhiger wurde.

Nach mehreren 10-minütigen Spaziergehrunden (die wichtig und erlaubt sind) und meinem gewohnten Fressen, verbrachte ich die Nacht gemeinsam mit Frauchen und Deliah im Wohnzimmer und war froh wieder zu Hause
zu sein.



Leider gings am Freitag nicht so positiv weiter, denn mein Bein wurde immer dicker, war vermehrt blau-rot, Blut lief aus der Wunde und ich trat nicht mehr ganz auf die Pfote auf
sondern nur noch auf den Zehenspitzen bzw. humpelte mit 3 Beinen umher. Wieder mussten wir in die Tierklinik, in die ich nach wie vor gerne gehe.
Fr. Dr. Lendl stellte dann vermehrte Blutergussbildung fest und drückte das Wundsekret über die Wundnaht aus so dass mein Bein von diesem Druck wieder etwas entlastet war und sich keine Infektionen bilden können.
Nun bekam ich einen dicken Verband angelegt der mir anfangs weniger behagte.

Um die Wundheilung voranzutreiben muss ich nun täglich in die Klinik zum Verbandswechsel, doch ich bin zuversichtlich dass alles noch ein gutes Ende nimmt. Wenigstens muss ich jetzt nicht dauernd mit dem
komischen Trickter am Hals rumlaufen, denn meine Wunde ist nun mit viel Verbandsmaterial verschlossen.
Heute war es nun soweit und Indira sollte operiert werden. Nach einer kurzen Morgenrunde machten wir uns auf den Weg in Richtung Gessertshausen zur Tierklinik.
Dort angekommen wurde sie erst mal gewogen, untersucht und bekam dann eine Beruhigungsspritze. Sie war in ihrer gewohnten Art sehr tapfer und schlief dann im Wartezimmer auch langsam ein.
Nach ca. 20 Minuten wurde sie dann zum Röntgen und zur Operation abgeholt. Ein letztes mal noch drücken, streicheln und von ihr ein kurzer, verschlafener, fragender Blick ehe ich mit feuchten Augen
nach Hause fuhr.
Am Nachmittag dann ein Anruf von der Klinik. Indira hat die OP gut überstanden und ist wieder wach. Gott sei Dank!
Morgen werde ich wieder über ihren Zustand benachrichtigt und wenn alles gut geht darf ich sie am Donnerstag wieder nach Hause holen.
Da ich mich selbst im Internet über die OP Techniken informierte, nach Erfahrungsberichten suchte und von der Tierklinik Gessertshausen aufgeklärt wurde, möchte ich mich noch ein wenig zur angewandten
Methode äußern und dann auch nach und nach meine eigenen Erfahrungen damit mitteilen.
Bei Indira wurde die TTA Operationsmethode angewandt. Dabei wird kein Kreuzband eingesetzt, sondern die Biomechanik des Gelenks verändert, indem man einen Teil der Tibia aufsägt und durch ein
Titanimplantat in einen anderen Winkel stellt so dass das Kreuzband überflüssig wird. Genauere Beschreibung der OP Methode finden sie unter
http://www.tta-tibial-tuberosity-advancement.de
Seit Freitag steht es fest, Indira hat am linken Knie einen Kreuzbandriss.
Am Montagmorgen letzte Woche waren wir bei wunderschönem Wetter ausgiebig spazieren. Die Hunde hatten richtig Spass, sprangen über die Wiesen, wargelten sich im Gras und kühlten sich im Bach ab.
Indria war richtig gut drauf und man sah ihr förmlich an wie sie es genoss.
Auf dem Rückweg fiel meinem Mann auf dass Indira etwas komisch läuft. Ich schaute etwas genauer und sah ein anfangs leichtes Hinken, das dann immer stärker wurde. Natürlich machte ich mir Sorgen
und untersuchte erst mal die Pfote, doch es war nichts zu sehen. Zu Hause machte ich dann gleich einen Tierarzttermin aus. Der Arzt untersuchte Indiras Bein und stellte die Verdachtsdiagnose:
Kreuzbandriss. Er war sich aber nicht ganz sicher, da nicht alles dafür sprach, und wollte erst mal abwarten ob es mit Schmerzmedikation besser wird und dann eventl. in Narkose einen Schubladentest
durchführen.
Nachdem das Hinken anfangs wieder nachließ, aber dann, nach einem Aufheulen 2 Tage später, wieder stärker wurde, war mir klar dass es wohl doch das Kreuzband ist. Indira lief nur mehr auf 3 Beinen oder
stellte das linke Hinterbein mit den Zehenspitzen auf. Der Tierarzt konnte dann anhand des Schubladentest`s, ohne Narkose, feststellen dass sich der Verdacht bestätigt hat.
Wir machten schweren Herzens einen OP Termin aus und wissen dass uns nun eine schwere Zeit bevor steht. Ich bin mir aber sicher, wir stehen dies durch und unsere Indira wird wieder
nach herzenslust über Wiesen springen. Schließlich benötigt Deliah ihre Unterstützung als Tante, wenn sie im Winter Welpen erwartet.
Damit unserer Indira die Decke nicht auf den Kopf fällt, wenn sie nun öfters zu Hause bleiben muss, machten wir am Sonntag einen kurzen Abstecher auf ein Strohballenfeld um Fotos zu schießen.
Während Deliah auf und um die Ballen wirbelte, wurde Indira im Sitzen beschäftigt oder verfolgte alles recht geduldig und freudig, liegend im Strohfeld.
Nächste Woche ist es dann soweit und sie wird operiert.
Wir wünschen ihr dafür alles, alles Gute und eine hoffentlich baldige Genesung!



Letzte Woche besuchte ich mit Deliah unseren ersten Longierkurs.
Longieren mit Hunden, eine neue Art der Beschäftigung für unsere Vierbeiner.
Der Hundeführer steht im Kreis mit Flatterband und der Hund umrundet ihn außen. Er bekommt vom Teamchef die Signale,
die er dann umsetzt und verschiedene Geschwindigkeiten in beide Richtungen abwechselnd läuft. Dabei soll die Muskulatur des Hundes gut trainiert,
die Distanzarbeit erlernt und die Bindung zum Hundeführer gefestigt werden. Wir sind gespannt darauf ob dies eintrifft und deshalb auch schon am Üben.
Nachdem ich Heringe und Flatterband eingekauft habe, bin ich nun immer wieder auf der Suche nach abgemähten Wiesen um das Erlernte festigen zu können.
Um den Spaß der Hunde zu erhalten, belohne ich jetzt am Anfang noch sehr häufig mit Spielzeug, Klicker und auch gut gefülltem Dummy. Auch Indira hatte Freude
daran und brachte mir ganz eifrig den Dummy an die Kreislinie um dafür gelobt zu werden.
Unsere ersten Trainingseinheiten bestehen vor allem daraus, dass die Hunde lernen außerhalb des Kreises zu bleiben, Gehorsam aus Distanz zu üben, die verschiedenen Geschwindigkeiten,
wie Schritt, Trab und Galopp zu erlernen und schon ein wenig mit Führhilfe an der Kreislinie zu laufen.
Da ja bekanntlich kein Meister vom Himmel gefallen ist, sind wir nun fleißig am Üben um unsere Trainerin Mica bei der nächsten Stunde mit Fortschritten
zu erfreuen.
Deliah beendete die heutige Trainingseinheit mit einer Erfrischung in der Zusam und mit Stretching im Gras.




Letztes Wochenende war es ganz schön heiß gewesen. Wir mussten aber nicht nur wegen der hohen Temperaturen schwitzen, sondern auch wegen
der fetzigen Tänze auf dem Rock n`dog Dogdancetunier 2010. Das Dogdance Tunier unserer Hundeschule in Zusmarshausen ist mittlererweile das größte
in ganz Deutschland, und es kamen nicht nur Deutsche, auch Franzosen, Schweizer, Österreicher und Italiener waren von der Partie. Ich sag`s euch,
da gab es einiges zu schnüffeln!
Da Frauchen nun ja eigentlich schwer mit meinen Welpen beschäftigt gewesen wäre, hatte sie keine neue Choreographie mit uns einstudiert, so dass zumindest ich nicht
zum Zuge kam um meine tänzerischen Qualitäten unter Beweis zu stellen. Indira dagegen hatte wieder einen Auftritt mit dem ZZ Top - Gruppentanz, während ich mit
Herrchen gespannt auf der Tribüne alles ganz genau verfolgte.



Nachdem mein Frauchen und der Rest der Familie so langsam mein Leerbleiben verdaut hatten, stand wieder einiges auf dem Programm.
Zuerst einmal ging`s am Samstag auf zum Morgenspaziergang. Ich wälzte mich im Mist, ging in den schlammigen Bach und verwunderlicherweise sagte Frauchen nichts dazu.
Was war denn mit der heute los gewesen? Sonst ermahnt sie mich doch immer wenn ich mich in dieses stinkende Zeug werfe.
Zu Hause angekommen wurde mir dann einiges klar als man mich in die Waschküche zitierte. Körperpflege, meinte Frauchen, wäre mal wieder angesagt.
Herrchen kam zur Hilfe und unterstützte sie, denn man musste mich erst mal zu einem Duschbad überzeugen. Mit ein paar Leckerlis war das dann keine große Kunst mehr
und ich ließ alles über mich ergehen. Danach kam dann gleich Indira unter die Brause und schwupp di wupp waren wir zwei nasse, gutriechende Berner.

Das sollte aber noch nicht alles sein. Nachdem der Föhn zum Einsatz kam, wurden noch die Ohren geputzt, die Zähne kontrolliert und die Pfotenhaare geschnitten.
 
             

So gut duftend und aufgestylt fuhren wir dann auf eine Wiese zum Foto schießen, denn schließlich musste Frauchen ihre neue Fotokamera ausprobieren.

Auch Hase Futschi musste noch als Objekt herhalten, was er trotz unserer Anwesenheit gut meisterte.

Am Abend durften wir dann noch über die Welpenbrücke schreiten, die Opa Gumpinger für meine Baby`s entwarf. Indira testete die Stabilität und gab ihr Urteil ab: TÜV bestanden!

Alles in allem war es ein schöner Samstag gewesen, den wir mit gutem Pansen und einem Schläfchen unter der Bank ausklingen ließen.
Am Freitag hatten wir, ich und Frauchen, einen ganz besonderen Auftritt. Micha, unsere Dogdance-Trainerin und Hundeschulenbesitzerin feierte ihren 40. Geburtstag, so dass wir, die Dogdancegruppe, zu diesem Feste einen Gruppentanz vorführten. Seit Dezember 2009 trafen wir uns heimlich in Micha`s Halle um die Choreographie einzustudieren. Unsere Einlage begann mit einigen Szenen aus einer Trainingsstunde, führte weiter mit einer kurzen Tanzeinheit auf das Lied "Ein Stern" um letztendlich fetzig zu enden. Wie es das Tanzstudio "Rock´n dog" schon verspricht, kamen wir mit unseren Frauchen als "ZZ Top" verkleidet aus dem Hinterhalt herausgetanzt. Wir bewegten uns zackig zu den Rhytmen des Songs "Sharp dressed man" und begeisterten das Geburtstagskind und ihre Gäste. Alles in allem hat sich die lange Vorbereitungszeit gelohnt und, das Wichtigste, wir hatten ganz viel Spass dabei.


Die Tage vergehen und die Vorbereitungen für unseren A-Wurf laufen.
Nachdem mein Vater im Winter schon mal eine wunderschöne Wurfkiste zimmerte, machte er sich nun an den Innenauslauf, der an die Wurfkiste anschließen wird.
Nach meinen Vorstellungen, wie er es schon gewöhnt ist, denn ich weiß immer ganz genau was und wie ich es haben möchte, baute er einen sehr stabilen Auslauf.
Wie gut dass ich so einen vielseitigen Vater habe, der mir immer wieder meine besonderen Wünsche erfüllt.
Vielen Dank, lieber Papa, für Deine Bemühungen!


Nicht nur mein Papa war fleißig, sondern mein Mann legte sich auch mächtig ins Zeug und entwarf eine 6er Welpenfutterstation. Falls es mehr Welpen gibt, geht Barny (mein Mann) nochmals in Produktion.
 
             
Wenn man mich so sieht könnte man meinen es geht demnächst in den Süden ans Meer. Obwohl, der Gesichtsausdruck läßt bei diesen regnerischen Zeiten eher auf
Hochwasser vermuten. Weder - noch!
Frauchen hat sich diesen Spaß wieder mal ausgedacht, der mir absolut nicht behagt, doch sie meinte es sei von Nöten. Sie entdeckte nämlich gestern an meinen beiden Hinterläufen zwei wunde Stellen
an denen ich ständig leckte. Sofort wurde alles genau inspiziert und desinfiziert. Vom Dachboden kramte sie die alten Schwimmhilfen der Kinder aus und bastelte mir eine Halskrause, die das Lecken verhindern
soll. Sie hatte damit Erfolg, denn sobald ich dieses Kunstwerk um den Hals bekam, ist mir das genüssliche Schlecken vergangen.
Frauchen ist nun beruhigt und ich hoffe auf schnellstmögliche Heilung.

Als es gestern Mittag klingelte, stand die Postbotin mit einem riiiiiiiiesigen Paket vor der Türe.
Irgendwie war mir das Teil erstmals unheimlich, doch ich war auch neugierig darauf was denn da drin war.
Die Kinder Pia und Noah hatten alle Mühe den Inhalt aus dem Paket herauszubekommen. Sie zogen, schoben und schüttelten bis ein riesiges, schwarzes Ungetüm herausplumpste.
“Cool” meinte Noah, “Mensch ist der fett, dieser FATBOY”.
Aha, Fatboy nennt man dieses Teil. Noah schwang sich gleich mal auf das XXL Kissen drauf, was für mich sofort eine Einladung zum Kuscheln war.

Ich kam ihm nach um es mir darauf ebenfalls gemütlich zu machen, doch “Puste-Kuchen”.
Frauchen machte mir einen Strich durch
die Rechnung und meinte dass dieser “Fatboy” ein Kissen für die Zweibeiner ist. Schade! Indira und ich mussten vorlieb mit dem großen Karton
nehmen, in den uns die Pia schickte. Natürlich befolgten wir dies brav um danach ein paar Leckerlis zur Belohnung zu erhaschen.

Am Abend dann hatten wir im Wohnzimmer etwas Platzmangel. Das neue schwarze Ungeheuer breitete sich derartig aus so dass wir uns ganz schön
dünne machen mussten um an unser Frauchen zu kommen, doch wo ein Wille da auch ein Weg. Was wir Berner uns mal in den Kopf gesetzt haben, das
ziehen wir auch durch. Typisch Bernerschädel!
Psssssst! Als Frauchen heute mal beim Einkaufen war lagen Indira und ich mal Probe. Nicht schlecht, da könnten wir es auch aushalten.
Es war Sonntagmorgen und eigenartigerweise klingelte Frauchens Wecker schon um 6 Uhr morgens.
Was war denn los, heute ist doch unser Ausschlaftag?
Frauchen kochte Kaffee, schmierte Semmel und warf uns aus der kuscheligen Kudde. Irgendetwas von Ausstellung murmelte sie.
Jetzt war mir einiges klar, Deliah sollte sich wieder mal präsentieren. Was bin ich froh dass ich keine Zuchthündin geworden bin, so kann ich diesen Tag entspannt genießen.
Herrchen am Steuer, Frauchen daneben und wir beide im Kofferraum, so ging die Fahrt bei blauem Himmel und weißer Landschaft in die bayerische Landeshauptstadt München los.
Gegen 8 Uhr kamen wir am Olympiagelände an. Wir suchten uns in der Halle am Ring ein schönes Plätzchen um dort den Tag zu verbringen.
An Konkurrenz war einiges dagewesen und Deliah war, im Gegensatz zu mir, schon etwas aufgeregt.
Erst gegen 13 Uhr war es dann soweit und sie musste in den Ring. Deliah lief ihre Runden, ließ sich von der Richterin begutachten und wurde mit einem “sehr gut” wieder entlassen.
Zur Belohnung gönnten wir uns einen Spaziergang im Olympiapark und ließen uns den eisigen Wind um die Schnauzen pfeifen.
Nach Erhalt unserer Papiere machten wir uns gegen 16 Uhr auf den Nachhauseweg. Voll bepackt mit Kauartikeln, wie Rinderohren und Ochsenziemer, hat sich der Ausstellungstag auch für mich gelohnt.
Mit einem schönen Spaziergang in unserer Heimat ließen wir den Tag dann ausklingen, ehe wir uns geschafft in unseren Kudden niederließen.